00:00:00: Ja, heute geht's um einen Weltitz der beinah gar nicht die erste Single der New Radicals geworden wäre.
00:00:05: Ein Song, der angeblich nach einem Traum mit Johnny Mitchell entsteht und es geht um einen fröhlichen Referent hinter dem sich aber Kritik an Banken, Anversicherungen, Konsum und der gesamten Musikindustrie versteckt.
00:00:19: Und als wäre das noch nicht genug löst Greg Alexander die New Radicles mitten im Erfolg einfach wieder auf!
00:00:27: Ich bin Benin Zinke
00:00:28: und ich Taki Knackstedt.
00:00:29: Und heute geht es um You Get What You Give von den New Radiacodes!
00:00:36: So, ich würde sagen, Taki wir steigen mal ein und ich komme gleich mit einem Schwank aus der damaligen Zeit.
00:00:51: Ich habe dir eben vor der Aufnahme gesagt wenn ich jetzt hier Hits da Rock spielen würde dann hätte ich den Song getippt auf nineteenhundertneunzehn.
00:00:58: Ich hätte fast einen Volltreffer gelandet.
00:01:00: also in Deutschland ist er neunzehnt.
00:01:01: Ja ja In Amerika gerade noch so im Jahr acht neunzig.
00:01:04: warum weiß ich das so genau?
00:01:05: Ich hab neunneunzig die Schule beendet.
00:01:07: und dieser Song ich habe damals eine CD gebrannt.
00:01:10: Ja, liebe Polizei!
00:01:11: Wir haben eine
00:01:11: CD gebrannt.
00:01:13: Und da war dieser Song mit drauf... Es war nicht unser Abbie-Song das war Brian Adams' Summer auf Ninety-Nine umgeschrieben aber auf Position zwei oder drei auf dieser CD die New Radicals mit dem Song über den wir heute sprechen.
00:01:26: Aber ich würde
00:01:26: sagen... Das weißt du noch.
00:01:28: Kommen wir ja, das weiß ihr noch.
00:01:29: Schauen wir uns erst mal die Fakten an.
00:01:30: worum geht es denn grundsätzlich?
00:01:32: Du hast es gerade schon gesagt, also you get what u give ist im November.
00:01:35: Achtundneunzig als erste Single der New Radicodes erschien.
00:01:38: Der Song ist Teil des Albums Maybe You've Been Brainwashed to das bereits kurz vorher auf den Markt gekommen ist und gleichzeitig auch das erste und einzige Studioalbum bleibt.
00:01:48: Geschrieben wird die Nummer jedenfalls von Greg Alexander und Rick Knowles.
00:01:52: Alexander übernimmt außerdem die Produktion, Knowles sitzt bei der Aufnahme am Piano und singt Background-Stimmen.
00:01:58: dazu kommen Rusty Anderson an der Gitarre John Pearce am Bass Gary Ferguson am Schlagzeug und Juliet Prater an der Percussion.
00:02:05: Ja!
00:02:06: Und wer bei der Besetzung gerade so ein bisschen aufgepasst hat also merkt vielleicht schon hier und da.
00:02:10: The New Radicals funktionieren etwas anders als eine gewöhnliche Rockband.
00:02:14: Ja, wir gehen da mal rein noch ein bisschen in die Geschichte.
00:02:16: Wir beamen uns mal zurück in die zweite Hälfte der neunziger Jahre.
00:02:19: im Mittelpunkt steht eben Greg Alexander.
00:02:21: hinter ihm liegen zu diesem Zeitpunkt schon zwei Solo Alben und auch zwei große Plattenverträge, die aber nicht zum gewünschten Erfolg führen.
00:02:29: Aber anstatt sich zurückzuziehen baut Alexander ein neues Projekt auf.
00:02:33: Projekt nennt er eben die New Radicals.
00:02:36: Das handelt sich aber weniger um jetzt eine feste Band, ist es eher so ein loses Kollektiv mit ihm als dem konstanten Mittelpunkt.
00:02:44: und für die Aufnahme holt er befreundete Musiker- und Studio Profis dazu.
00:02:47: Er beschreibt später mal dass ein Großteil des Albums mit geliehenen Studios Gefälligkeiten und relativ wenig Geld entstanden ist.
00:02:55: Manche Musiker kommen nach seiner Darstellung einfach mal vorbei weil sie glauben Alexander stecke beruflich in Schwierigkeiten und er brauche Unterstützung.
00:03:02: Das ist vor allem wichtig, weil es erklärt warum die Besetzung auf dem Album von Song zu Song wechselt.
00:03:07: Also die Band ist vor allem Alexander's musikalische Plattform.
00:03:11: erst für Videos, Fernsehauftritte und Konzerte entsteht halt ja das Bild einer klassischen Band, ne?
00:03:25: setzt er auf möglichst wenig Regeln.
00:03:27: Das kann man schon mal sagen!
00:03:28: Ja, die Entstehungsgeschichte vom Song über den wir heute reden, You Get What You Giftig beginnt laut Greg Alexander mit einem ziemlich ungewöhnlichen Traum.
00:03:37: In diesem Traum hört der Musik aus einem Haus.
00:03:39: Er geht hinein und trifft dort auf Johnny Mitchell, die einen hellblauen Schlafanzug trägt und sie bittet ihn sich zu setzen.
00:03:47: und die beiden unterhalten sich dann über Musik.
00:03:49: Und noch am selben Tag schreibt Greg Alexander dann den Song.
00:03:54: Ob der komplette Song wirklich innerhalb dieses Eintages entsteht oder ob er damit vor allem den entscheidenden kreativen Impuls meint, das lässt sich bis heute nicht so richtig eindeutig belegen.
00:04:04: Gesichert ist aber dass er die Geschichte selbst so erzählt und dass Johnny Mitchell später tatsächlich zu einer der prominentesten Unterstützerinnen des Songs wird!
00:04:13: Ja, Mitchell bezeichnet die Nummer später als einen der wenigen neuen Songs in denen sie echte Größe erkennt.
00:04:18: Also als Alexander und Mitchell sich Jahre später persönlich kennenlernen dann erzählt er ihr auch von diesem Traum und das wirkt fast ein bisschen zu passend.
00:04:27: also erst inspiriert ihn im Traum eine der wichtigsten Songwriterinnen der Popgeschichte und danach erklärt genau diese Songwriterin öffentlich wie sehr sie das Ergebnis beeindruckt.
00:04:37: Jetzt reden wir die ganze Zeit über Johnny Mitchell.
00:04:39: vielleicht weiß da draußen nicht jeder wer das ist.
00:04:41: Es ist eine kanadische Musikerin, kann man der Stille noch mal sagen.
00:04:44: Komponistin und Malerin.
00:04:46: Und sie hat ja so mit Folkmusik angefangen und hat sich dann später auf der Gitarre selber unterm Klavier begleitet, hat Zweiundzwanzig Alben zwischen Sieben, Sechzehn und Zweitausend Sieben veröffentlicht.
00:04:56: Und war also eine Ikone der Singer-Songwriter und Folkbewegung, kann ich mal sagen?
00:05:01: Das ist Toni Mitchell.
00:05:02: das sollte man in der Stelle vielleicht nochmal kurz erklären.
00:05:04: Da hast du recht!
00:05:04: So...
00:05:05: Kommen wir zu einer weiteren Kuriosität.
00:05:08: You Get What You Give ist beinah gar nicht die erste Single der New Radicals geworden, also Greg Alexander hat so diesen Zeitpunkt nämlich noch einen anderen Song in der Hinterhand gehabt.
00:05:17: Murder on the Dance Floor und dieser Hit... Du kennst ihn, oder?
00:05:22: Ja.
00:05:22: Ich wollte grad sagen du hast so komisch gekuckt gerade.
00:05:24: Auf Sophie Alice Bexter.
00:05:25: Genau!
00:05:27: Richtig durch Sophie Alice Beckster wurde diese Nummer zum internationalen Hit.
00:05:31: ich hab's geliebt.
00:05:32: als Kind bin nicht ehrlich kann mir ganz aber jetzt halt kann ich mir nicht vorstellen dass das jemand anders gesungen hätte.
00:05:38: ist er so meistens bla bla bla?
00:05:44: So, Alexander erklärt jedenfalls dass die Plattenfirma dringend eine Single benötigt.
00:05:49: Für die Fertigstellung bei der Songs fehlen aber eben Zeit und Geld.
00:05:53: also muss er sich entscheiden Und er beschreibt es später sinngemäß so Murder on the Dancefloor ist für ihn ein potentielles Hitmonster.
00:06:01: You get what you give dagegen sein Meisterwerk und in diesen fünf Minuten steckt nach seiner Einschätzung eben alles was er schon immer sagen will und deshalb konzentriert der sämtliche Energie auf diesen Song.
00:06:12: Also You Get What You Give und Murder on the Dancefloor bleibt zunächst als Demo liegen und findet erst später über Sophie seinen Weg an die
00:06:19: Öffentlichkeit.".
00:06:20: Das ist aus heutiger Sicht natürlich eine ziemlich bemerkenswerte Entscheidung, sind ja beides Hits am Ende geworden.
00:06:27: aber Alexander steht vor diesen zwei Songs Die beide zu internationalen Dauerbrennern werden nur eben mit unterschiedlichen Interpreten und das auch in unterschiedlichen Jahrzehnten.
00:06:36: Gucken wir mal kurz aufs übrige Album.
00:06:37: Das entsteht größtenteils mit einem begrenzten Budget.
00:06:41: bei You Get What You Give ändert sich das, denn Greg Alexander bezeichnet die Nummer später als den einzigen Moment in dem ihm praktisch ein unbegrenztes Produktionsbudget zur Verfügung steht und deshalb packt er alles rein was da ist Pop Rock Soul Piano Gitarren mehrere Melodien und verschiedene Songabschnitte.
00:06:58: und genau das hört man auch.
00:07:00: Die Nummer beginnt mit dem kurzen Einzählen und diesem markanten rhythmischen Piano von Rick Knowles.
00:07:05: Darunter bewegt sich John Pierce, sehr melodische Basslinie.
00:07:08: Gary Ferguson's Schlagzeug hält das ganze Gradlinie nach vorne unter Greg Alexander und Rusty Anderson die ja ergänzten das Ganze noch mit mehreren Gitarrenschichten.
00:07:17: Der Song basiert ja nicht auf einem einzigen dominanten Riff oder so, stattdessen baut er seine Energie schrittweise auf.
00:07:24: Also erst Piano und Rhythmusgruppe dann zusätzliche Gitarren, Backgroundstimmen und immer größere Reference.
00:07:31: die Produktion verbindet dadurch mehrere Bereiche.
00:07:33: also einerseits klingt sie nach klassischem handgespielten Rock andererseits ist der Song so präzise und dicht arrangiert dass er problemlos im Radio der späten neunziger funktioniert.
00:07:44: Dieser Kontrast ist auf jeden Fall entscheidend bei unserer heutigen Rock-Hymne.
00:07:49: Die Musik klingt hell euphorisch und optimistisch, der Text... Der ist aber deutlich kritischer als der erste Eindruck vermuten lässt, wie das so oft immer mal der Fall ist tatsächlich bei Songs.
00:07:59: Ja
00:07:59: fröhlich und dann doch irgendwie ernst.
00:08:01: wir gucken mal drauf.
00:08:03: ja oberflächlich wirkt.
00:08:05: you get what you give.
00:08:06: erstmal wie ein klassischer Motivationssong.
00:08:08: der Erzähler richtet sich vor allem an junge Menschen die sich unter Druck gesetzt fühlen oder ausgegrenzt oder eben von der Kontrolle von der ganzen Welt irgendwie kontrolliert.
00:08:18: Die zentrale Botschaft lautet, gebt nicht auf.
00:08:20: Bewahrt bitte eure Kreativität und lasst euch nicht einreden, dass ihr machtlos seid!
00:08:25: Greg Alexander beschreibt das Thema selbst als den Versuch trotz einer unkontrollierbaren Welt innerlich frei zu bleiben.
00:08:31: Man soll die eigene Vorstellungskraft behalten und sich nicht vollständig an Erwartungen und Systeme
00:08:37: anpassen.".
00:08:47: abgeschaltet werden kann.
00:08:49: Und gleichzeitig geht das Song aber über eine allgemeine Durchhalteparole hinaus, also Alexander spricht über Jugendliche die früh lernen sich unterzuordnen.
00:08:59: er beschreibt falsche Freundschaften sozialen Druck und eine Konsumwelt in der Status-Symbole wichtiger erscheinen als echte Beziehung.
00:09:07: Die entscheidende Aussage ist deshalb nicht einfach alles wird automatisch gut.
00:09:11: die Aussage Ist nämlich eher die Welt ist widersprüchlich und teilweise korrupt.
00:09:14: Aber ihr könnt trotzdem entscheiden was ihr in diese Welt hineintragt.
00:09:19: So ist es!
00:09:20: Er hat
00:09:20: auch so ein bisschen einen kleinen Medientest am Ende des Songs noch durchgeführt, denn kurz vor Schluss ändert sich der Song nochmal deutlich aus diesem melodischen Titelwirt für einige Sekunden.
00:09:30: fast eine kleine gerappte Liste Gesellschaftlicher Kritikpunkte errichtet sich gegen das amerikanische Gesundheitssystem, Versicherungen die Arzneimittelbehörde Banken Korruption technische Panikmacher und die Kommerzialisierung von Wissenschaft und Kultur.
00:09:45: Und da zählt dann natürlich auch die Musik dazu.
00:09:47: und dann nennt er plötzlich vier prominente Namen nämlich Beck also Jeff Beck Die Hansons, kennen wir vom Bob.
00:09:53: Die
00:09:54: Hanson Brüder?
00:09:55: Ja
00:09:55: genau.
00:09:55: Courtney Love und Marilyn Manson.
00:09:58: und genau das ist laut Alexander ein bewusst angelegtes Experiment.
00:10:02: er will nämlich wissen ob die Medien über seine Kritik an Versicherung Banken und staatlichen Institutionen sprechen oder ob sie sich eben ausschließlich auf diese vier eben genannten prominenten Namen stürzen.
00:10:14: Ja und das Ergebnis, das fällt ziemlich eindeutig aus.
00:10:17: Also ein großer Teil der Berichterstattung beschäftigt sich mit Jeff Becht in Hansons Kourtney Love und Marilyn Manson.
00:10:23: die politischen und wirtschaftlichen Zeilen davor Die spielen in vielen Interviews kaum eine Rolle.
00:10:28: Er sagt halt später.
00:10:29: er bekommt seine Antwort damit laut und ehrlich
00:10:39: Crap, für lack of a better term.
00:10:41: All the peripheral stupid things that everybody focuses on like
00:10:44: and do people
00:10:45: care about The pop culture part or the thing actually affecting our life so I would say
00:10:59: Die Reaktionen fallen unterschiedlich aus.
00:11:01: Beck berichtete später, dass Alexander ihm zufällig in einem Supermarkt begegnet und sich erklärt die Sache sei nicht persönlich gemeint.
00:11:11: Die nehmen das ebenfalls nicht besonders ernst und Alexander arbeitet einige Jahre später sogar mit der Band zusammen.
00:11:17: Marilyn Manson, der reagiert deutlich aggressiver und macht öffentlich klar dass ihm vor allem die gemeinsame Nennung mit Courtney Love missfällt!
00:11:24: Und das kuriose Song der kritisiert die mediale Fixierung auf Stars sage ich mal und genau die provokante Nennungen einiger Stars macht ihn eben noch bekannter.
00:11:35: So ist es und auch das Musikvideo passt zum Zeitgeist ne?
00:11:38: Es ist damals alles empty Wie?
00:11:40: Und wie war lastig und das Video sieht genauso aus, wie man sich ein Video Ende der Neunziger vorstellt.
00:11:45: Gedreht wird in Staten Island, in einem Mall in New York... ...und Alexander wählt das Einkaufszentrum weil er darin eine Art Modell der Gesellschaft sieht!
00:11:52: Eine künstlich kontrollierte Umgebung die v.a.
00:11:55: darauf ausgerichtet ist KAUFEN, KAUFFEN, KAUFFEN!
00:11:58: Im Video übernimmt eine Gruppe Jugendlicher des Einkaufszentrum.
00:12:01: war bei Apple Lawin, glaube ich ja auch so.
00:12:03: Bei Complicated oder?
00:12:04: Ich glaube
00:12:05: es ist ein paar mehr.
00:12:05: Also
00:12:06: ich glaube auch viele Moles damals in Videos zu sehen.
00:12:08: die Jugendlichen fahren mit Rollern durch die Gänge sie werfen Netze übersicher als Leute sie räumen Verkaufsflächen und sperren Geschäftsleute in kleine Käfige ein.
00:12:16: Und im Food Court da entsteht schließlich eine große Performance Mit Jugendlichen und Musikern.
00:12:23: Das Video erzählt natürlich keine realistische Geschichte.
00:12:26: Es dreht einfach nur für einige Minuten die Machtverhältnisse um, das soll es darstellen.
00:12:31: Also normalerweise kontrollieren ja wach Leute Geschäftsinhaber und Erwachsene das Einkaufszentrum Ja und Jugendliche sollen einfach ihre eigene Handlungsmacht erkennen und nicht nur das kaufen und glauben was ihnen vorgesetzt wird.
00:12:43: Ja, und wir haben ja schon gesagt der Song ist unglaublich erfolgreich.
00:12:47: Sonst wäre er jetzt auch nicht hier bei uns in den Rock-Hymnen.
00:12:49: aber wir haben auch schon angeteasert dass die Band dann plötzlich aufgelöst wird.
00:12:53: Naja schauen wir mal kommerziell funktioniert das ganze.
00:12:55: You Get What You Give erreicht Platz eins in Kanada und Neuseeland, Platz fünf im Vereinigten Königreich, Platz thirty-six in den amerikanischen Charts und in Deutschland immerhin die Single auf Platz ein zwanzig Aber auch sechzehn Wochen in den Charts Und auch Kritiker und andere Musiker reagieren auffällig positiv.
00:13:11: Johnny Mitchell, da ist sie wieder, lobt den Song mehrfach.
00:13:14: You Tube-Gitarist The Edge nennt ihn später sogar den Song, den er besonders gerne selbst geschrieben hätte.
00:13:19: Ich meine Hallo was ein Ritterschlag.
00:13:21: und auch Iced Tea hebt die Nummer öffentlich als ungewöhnlich starken Popsong hervor!
00:13:25: Ja für
00:13:26: Greg Alexander beginnt damit aber auch genau das Leben dass er offenbar gar nicht führen möchte.
00:13:31: ja die Neuradicals müssen Interviews geben auf einmal Videos drehen im Fernsehen auftreten und auf Tour gehen.
00:13:37: Alexander steht plötzlich nicht mehr nur als Songwriter und Produzent im Stuhl Also ein Background, sondern muss dauerhaft die Rolle eines klassischen Frontmanns übernehmen.
00:13:45: Ja das war ihm wohl nicht so klar!
00:13:47: Jedenfalls im Sommer deiner Zeit zieht er tatsächlich die Konsequenz und löst die New Radicodes auf.
00:13:54: Deswegen gab es nur einen Album.
00:13:55: dieser Song war der größte.
00:13:57: Zu diesem Zeitpunkt ist der zweite Song von ihnen Someday Will Know noch nicht einmal vollständig veröffentlicht und beworben.
00:14:04: Das muss man aber auch mal sagen.
00:14:05: bei aller Liebe zu Greg Alexander So ein bisschen durchgeknallt ist er ja auch oder?
00:14:10: ich meine Er hat bisher nicht so den kommerziellen Erfolg gehabt, dann schreibt er so eine riesen Nummer.
00:14:15: Dann ist der Erfolg da?
00:14:16: Ja, lang gehört halt eben auch dazu.
00:14:17: Das gehört dazu
00:14:18: ja aber manche können damit vielleicht nicht um.
00:14:21: Vielleicht ist man einfach nicht dafür geboren.
00:14:23: Vielleicht möchte man doch eher in der Musikbranche im Hintergrund arbeiten.
00:14:27: das merkt man dann vielleicht erst wenn es soweit ist.
00:14:30: Das könnte auch sein.
00:14:31: Gut ich entschuldige mich nochmal bei Greg Alexander aber ich finde schon ein bisschen...
00:14:35: Ja klar gehört es dazu.
00:14:38: Nach der Auflösung bleibt das Song jedenfalls präsent, klar.
00:14:41: Das Song taucht zum Beispiel in Filmen, Serien und Trailer oder auch Werbekampagnen auf.
00:14:46: Außerdem existiert ein Cover von anderen Künstlern natürlich die das Ganze für sich dann nochmal neu interpretieren wollten.
00:14:53: Eine Dance Version gibt es auch von Rachel McFarlane, die erreichte zum Beispiel Platz dreißig damals im Vereinigten Königreich.
00:15:03: Ja seine emotional aber wohl bedeutendste spätere Verwendung hat das Song innerhalb von Joe Biden, also dem ehemaligen Präsidenten der USA.
00:15:11: Denn während beiden Sohn an einem aggressiven Hirntumor erkrankt ist entwickelt sich die Nummer zu einer Art Familiensong.
00:15:17: Joe Biden bezeichnet sie später als gemeinsames Mutmachlied und Der Sohn schafft es dann leider nicht und bei der Trauerfeier greift seine Schwester Ashley den Text dann ebenfalls noch mal auf.
00:15:28: Und als Joe Biden, in dem Jahr zwanzig zum US-Präsidenten gewählt wird, da kommen die New Radicals deshalb nach zweiundzwanzig Jahren tatsächlich nochmal zusammen!
00:15:37: Was haben wir am Ende?
00:15:38: Wir haben ein Song... die Band zur Auflösung gebracht hat, kann man nur sagen.
00:15:42: Der größte Hit.
00:15:43: und dann war es schon wieder vorbei!
00:15:44: Ein Rocksong der zunächst eine einfache gute Laune-Hymne ist – das haben wir schon häufiger hier im Podcast besprochen aber gleichzeitig eben auch viel auf Konsumkritik abzielt.
00:15:54: und naja, der größte Widerspruch steckt vielleicht in der Band selbst.
00:15:57: Die New Radicals erreichen mit ihrer ersten Single den internationalen Durchbruch und sagen dann einfach Tschau Wir haben kein Bock mehr Weil
00:16:04: ihr Frontmann das Leben eines Rockstars halt einfach gar nicht führen möchte.
00:16:08: Ja, dann ist es halt so.
00:16:09: Gibt's halt
00:16:10: auch.
00:16:10: Trotzdem geiler Song!
00:16:11: Auf jeden Fall Radio Bob.
00:16:34: Deutschlands
00:16:35: Rock Radio.