00:00:00: Dieses melancholische Zupfen auf einer zwölfseitigen Akustik-Gitarre, das zieht einen sofort mitten hinein in den wilden Westen des Rock'n Roll.
00:00:08: Aber wusstet ihr dass dieser legendäre Outlaw-Song von Bon Jovi in einem stinknormalen Keller im ländlichen New Jersey entsteht?
00:00:16: Und zwar während die Bandmitglieder völlig erschöpft von einer endlosen Tournee sind?
00:00:20: und dass genau dieser Song die Geburtsstunde des weltweiten MTV an Plucktypes ist?
00:00:26: Das klären wir heute.
00:00:28: Ich bin Andrea Schmidt
00:00:29: und ich bin Lara Bahnzen.
00:00:31: Die größten
00:00:32: Rock-Songs, Stories
00:00:35: zu den Hymnenden!
00:00:37: Ihr hört einen Original-Podcast von Radio Bob Deutschlands Rockradio.
00:00:44: Ja, heute tauchen wir tief ein in die raurige Wildwestgeschichte von Bon Jovi und dem Hit Wanted Dead or Alive?
00:00:53: Wir befinden uns im Jahr sixundachtzig.
00:00:56: Der Hard Rock und der sogenannte Glam Metal erobern gerade im Sturm das Radio und das Fernsehen.
00:01:01: Mitten drin fünf Jungs aus New Jersey mit langen Haaren, Engliederhosen und einem Gespür für die großen Stadionhymnen.
00:01:11: Der hat eine extrem dunkle Kehrseite.
00:01:26: Die Band jettet ohne Pause um den Globus, schläft kaum noch und verbringt Monate in Hotelzimmern und Tourbussen.
00:01:33: Aus dieser tiefen Erschöpfung und dem extremen Heimweh heraus entsteht ein Song der das Lebensgefühl einer tourenden Rockband mit dem Mythos eines einsam Kowboys verknüpft.
00:01:43: John Bon Jovi will kein typischen glatten Party-Rocksong schreiben.
00:01:48: Er will eine Hymne, die sich so schwer staubig und ehrlich anfühlt wie ein alter Westernfilm.
00:01:56: Wie diese Vision im Studio Form annimmt – das schauen wir uns jetzt mal an!
00:02:00: Die Geburtsstunde des Songs steht im Keller der Mutter von Richie Sambora in New Jersey.
00:02:05: John Bonjuvi und sein genialer Gitarist, Richie-Sambora setzen sich mit zwei Akustikgitaren zusammen.
00:02:10: John hat eine klare Eingebung, die ihn seit Monaten auf Tour verfolgt, vergleicht das Leben einer Rockband auf Tournee – mit dem Leben einer gesetzlosen Ausschlaubande im Wilden Westen.
00:02:24: Cowboy reitet von Stadt zu Stadt, er kennt niemanden.
00:02:28: Die Menschen starren ihn an!
00:02:30: Er betritt einen Saloon, trinkt etwas, trifft eine Frau und am nächsten Morgen reitet er wieder einsam in den Sonnenuntergang.
00:02:38: Genau das ist das Leben eines Musikers auf Welton nehmen.
00:02:41: der Tourbus wird zum Deal Horse, dem stehlernem Pferd das Hotelzimmer zum Kagen-Nachtlager und die Bühne zum
00:02:50: Duellplatz.
00:03:02: Das Song schreibt sich dann fast von selbst, weil er auf echten, rohen Emotionen der beiden Musiker basiert.
00:03:07: Im Frühjahr, zeigst die Band nach Vancouver Kanada in die Little Mountain Sound Studios um den Song mit dem Starproduzenten Bruce Fairbern aufzunehmen.
00:03:18: Fairbarn erkennt sofort das die Nummer ein extrem feines Gespür für Dynamik braucht!
00:03:24: Der Song darf nicht sofort losballern.
00:03:27: Es muss sich alles ganz langsam aufbauen, wie so ein aufziehender Sturm in der Wüste.
00:03:32: Das absoluter Highlight der Aufnahmen wird die Zusammenarbeit beim Gesang und das Gitarrensolo.
00:03:38: Wenn John Bon Jovi die Zeilen singt,
00:03:40: liegt
00:03:41: ein echter ungeschauspielter Dreck in seiner Stimme!
00:03:44: Und Richie Sambor steuert dazu einen Background-Gesang, der so perfekt mit Johns Stimme harmoniert, dass er dem Song eine fast schon spieltoelle Blustiefe verleiht.
00:03:54: Und dann kommt das Solo.
00:03:55: Richie Sambora wechselt im Mittelteil von der akustischen Zwölfseiter mitten im Song zu einer elektrischen Fander Stratocaster, er spielt das Solo ungeschliffen aggressiv und eben extrem emotional.
00:04:08: Es ist kein technisch überladendes Gefrickel wie es in den Achzigern so üblich war sondern ein Solo das spürbar eine Geschichte erzählt.
00:04:16: als der Song fertig abgemischt ist weiß die Band Sie haben hier nicht nur ein Rock-Song geschaffen sondern ihr ganz persönliches Markenzeichen.
00:04:24: Wenn man die Lyrics von Wanted Dead or Alive analysiert, merkt man auch wie schwermütig der Text für eine vermeintliche Partyband der Achtzigerjahre eigentlich ist.
00:04:43: Also manchmal unterscheidest du die Tage nur nach der Flasche, die du trinkst und wenn du allein bist, denkst du nur nach!
00:04:48: Das ist ein brutal ehrliches Eingeständnis von Einsamkeit und dem Missbrauch von Alkohol, um den extremen Druck des Star-Cults zu betäuben.
00:04:57: Die Metapher zieht sich perfekt durch!
00:04:59: Die Faces so cold sind die fremden Gesichter in denen immer gleichen Arenen.
00:05:05: Trotz des gigantischen Erfolgs fühlt sich der Protagonist einfach wie ein Gejagd da eben Wanted Dead or Alive.
00:05:12: Musikalisch bricht das Song komplett mit dem damaligen Herr-Metaltrend.
00:05:17: Statt glatter Synthesizer dominiert das organische Holz der Akustik-Gitarre und das schwere, stampfene Schlagzeug von Attico Torres.
00:05:25: Das wieder unerbittliche Hufschlag eines Pferdes durch den Song galoppiert!
00:05:30: Das Musikvideo, The Wanted Dead or Alive, zementiert an den Mythos der Band entgültig.
00:05:35: Regie führt Wayne Isham, der die Band während ihrer riesigen Tournee im Jahr
00:05:41: n.a.,
00:05:41: das Video ist bewusst größtenteils im atmosphärischen Schwarz-Weiß gehalten – es zeigt eben nicht nur die triumphalen Momente auf der Bühne vor achtzigtausend kreischenden Fans sondern auch die ungeschminkte Realität dahinter!
00:05:54: Man sieht völlig erschöpfte Musiker, die nachts in Kagen Backstage-Räumen herum sitzen.
00:05:59: Schlafend im Tourbus liegen Autogramme-Kritzeln und sichtlich von den Reisestrapharzen gezeichnet sind.
00:06:05: Dieses Video macht Bon Jovi nahbar und menschlich!
00:06:08: Und dieser Song schreibt im Jahr neunundachtzig Fernsehgeschichte bei den MTV Video Music Awards.
00:06:15: Treten John Bon Jovy und Richie Sambora nur mit zwei Akustikgitarren bewaffnet auf die Bühne.
00:06:21: Sie performe da eine radikal reduzierte Version von Living on the Prayer und Wanted Dead or Alive.
00:06:27: Der Auftritt ist so intensiv, intim und absolut federfrei, dass die MTV-Chefs im Publikum eine Erleuchtung haben!
00:06:34: Sie erkennen das große Rockhymnen auch ohne tonnenschwere Verstärkerwende funktionieren – dieser Eine-Auftritt von John O'Ritchie ist die direkte Geburtsstunde der legendären Fernsehsendungen.
00:06:45: MTV anplagt, die den Neunzigern die Musikwelt revolutioniert.
00:06:49: Mit Wanted Dead or Alive haben Bon Jovi bewiesen, dass sie weit mehr draufhaben als nur lauten Stadionrock für Teenager.
00:06:57: Sie haben den amerikanischen Country und Blues-Mythos das einsamen Wolfs perfekt in die moderne Rockmusik übersetzt – der Song wird zu einem ihrer absoluten Signature Tracks!
00:07:07: Laut Z-List FM haben Bonjovy die Nummer bis heute weit über thousandranatmal
00:07:11: live performt.
00:07:12: Er fehlt also absolut auf keinem Konzert und wird von den Fans oft Wort für Wort mitgesungen.
00:07:16: Es ist das ewige Denkmal für das härteste und gleichzeitig schönste Leben der Welt, das Leben auf der Straße.
00:07:22: Wenn Richie Sumbouras Gitarre am Anfang jault, weiß jeder Rock-Fan sofort – Das stellande Pferd reitet wieder!
00:07:28: Aber warum ist dieser Song eigentlich eine so würdige zeitlose Rock-Hymne?
00:07:32: Weil er eben kein künstliches Produkt ist sondern die pure Realität einfängt.
00:07:36: Er verbindet ein absolut unterwechselbares, sofort widererkennbares Gitarrenriff mit echter ungeschminkter Ehrlichkeit.
00:07:43: Genau das macht eine wahre Hymne ja auch aus.
00:07:46: Sie glättet die Dinge nicht, der Song zeigt den gigantischen Erfolg aber versteckt eben nicht den Dreck, die Erschöpfung und die Einsamkeit, die dahinter steckt.
00:07:55: Diese emotionale Tiefe verpackt in die unsterbliche Metapher des Cowboys, macht den Track so nahbar.
00:08:02: Er berührt die Menschen nach Jahrzehnten noch ganz tief im Herzen – genau deshalb ist und bleibt er ein absolutes Meisterwerk der Rockgeschichte!
00:08:11: Die größten Rock Songs, Stories
00:08:15: zu den Hymnen.
00:08:16: Ihr wollt
00:08:16: mehr davon?
00:08:17: Bekommt ihr jederzeit in der MyBob App und
00:08:20: überall wo es Podcasts gibt!
00:08:22: Und die
00:08:22: geballte
00:08:23: Ladung an
00:08:24: Rock Songs gibt's nonstop in den über-sechzig
00:08:28: Rockstreams
00:08:29: In der App und auf radiobob.de.
00:08:31: Radio Bob Deutschlands Rock Radio.