00:00:00: Unsere heutige Rock-Hymne ist eine absolute Powernummer, möchte man meinen.
00:00:03: und hinter den Kulissen vom Song verbückt sich tatsächlich eine Geschichte von Ausbeutung.
00:00:08: Einem Jahrzehntelang rechtstreit und einem Mann der sprichwörtlich von der Hölle zurückkehrte.
00:00:13: Und warum dieser Song mehr als nur ein Hit war?
00:00:16: Das klären wir natürlich jetzt!
00:00:17: Ich bin Taki Knackstedt...
00:00:18: ...und ich bin Benni Zinke.
00:00:19: und heute geht's um Unchain My Heart von Joe Cocker Die größtem Rocksongs Stories
00:00:26: zu den Hümmern.
00:00:28: Ihr hört einen Original-Podcast von Radio Bob, Deutschlands Rockradio.
00:00:36: Wir gehen mal rein und schreiben das Jahr nineteenhundertsehnundachzig.
00:00:39: Joe Cocker ist zu diesem Zeitpunkt schon eine lebende Legende die aber gefährlich nah am Abgrund balancierte nach seinem Mega-Erfolg in Woodstock.
00:00:47: da wurde er zum Gesicht des Soul Rock.
00:00:50: doch die wilden siebziger Jahre die fraßen ihn fast sprichwörtlich auf Drogenalkohol, psychische Probleme machten ihm zeitweise fast arbeitsunfähig.
00:01:00: und das hat er mal früher zu seinem Drogenkonsum selber gesagt.
00:01:21: Ja also ich bin ehrlich, wär' ich in den siebzigeren Teenager gewesen.
00:01:24: Junge Erwachsener, mich hätte das jahrzehnt auch
00:01:26: aufgefriest!
00:01:26: Die Frühe ist das heute noch.
00:01:27: ausscheiden?
00:01:27: Oder die achtziger oder die neunzigerscheißiger?
00:01:31: Na
00:01:31: ja gut es gab auf jeden Fall zweiundachtzig den Welthit Up Where We Belong von Joe Cocker.
00:01:36: aber das war so eine ja allglatte Hollywood Ballade.
00:01:39: Cocker fühlte sich damit selber nicht sowohl.
00:01:41: er wollte halt wieder den Schweiss und den Dreck des Blues ein bisschen spüren.
00:01:45: Er braucht einen Album dass ihn nicht nur als balladen Onkel in Anführungszeichen zeigt, sondern eben als den Rock-Goliath der er eben ursprünglich war.
00:01:54: Und mit dem Album an Shane Mahart setzte er dann alles auf eine Karte und griff dabei auf einen Song zurück dessen eigene Entstehungsgeschichte fast ebenso tragisch ist wie Kokers
00:02:03: Absturz.
00:02:04: Ja, genau.
00:02:05: Und bevor wir zu Joe Cocker selbst kommen müssen wir über Bobby Sharp sprechen denn Bobby Sharp war ein afroamerikanischer Songwriter der dieses Lied an Jane Mahart bereits im Jahr nineteenhundertsechzig geschrieben hat und die Inspiration, die war simpel wie gleichzeitig auch schmerzhaft.
00:02:21: eine mal wieder unglückliche Liebesbeziehung ist es so oft der Fall in der sich gefangen fühlte wie ja an so einer Art Kette.
00:02:29: er wollte den Song ursprünglich selbst aufnehmen aber er steckte tief ihn sucht und in seiner Not verkaufte er den Song an den Musikverleger und Bandleader Teddy Powell.
00:02:39: Ja, und Paul war in der Branche berüchtigt.
00:02:42: Er nutzte Scharbs-Sucht und geltnot scharmlos aus und bot ihm lächerliche fünfzig Dollar für die kompletten Songrechte an.
00:02:50: Ja, Schab und der schrieb im Drogenrausch.
00:02:53: Paul trug sich darauf hin unter dem Pseudonym Agnes Jones den Namen seines Konzerns übrigens sogar als Co-Auto ein um die Tantiemen zu kassieren ohne jemals eine einzige Note beigetragen zu haben.
00:03:04: das ist schon Das ist schon ein Arschloch-Move, ne?
00:03:07: Auf
00:03:07: jeden Fall.
00:03:07: Also anscheinend kann man es so machen.
00:03:10: Na ja als Ray Charles auf jeden Fall den Song in einen Sechzig dann zum Hit machte sah Bobby Sharp also leider keinen Cent von den Millionen.
00:03:17: Er verließ das Musikgeschäft frustriert und arbeitete jahrzehntelang dann als Drogenberater in Kalifornien.
00:03:23: Und erst in sieben Achtzig Im Jahr von Kokos Veröffentlichung gelang es ihm nach einem siebenjährigen Rechtsstreit, die Urheberrechte zurückzugewinnen.
00:03:32: Kokos Version wurde somit zum finanziellen Segen für den Mann der den Song fast drei Jahrzehnte zuvor aus reilem Schmerz geschrieben hatte.
00:03:39: Du kannst laufen!
00:03:40: So, kannst du offen?
00:03:41: Kommen wir mal jetzt zur Joe Cocker-Version dieses Songs.
00:03:45: Ja hat sich Joe Cocka ausgerechnet denn diesen Song ausgesucht?
00:03:48: ja die Antwort liegt in seiner tiefsten musikalischen DNA Denn Joe Cockat war sein ganzes Leben ein glühender Verehrer von Ray Charles ernannte ihn oft seinen musikalischem Wegweiser oder den High Priest of Soul.
00:04:01: Das hat Joe Cockar selber einmal gesagt hier als er das erste Mal Ray Charles gehört hat.
00:04:07: Ich stopped listening to everybody else.
00:04:11: Once I heard, when Ray did a song, I believed in my soul and then knew that there was something deeper than it is like in rock'n roll.
00:04:19: before I had never quite heard the church element.
00:04:22: you know the gospel line so he introduced me years toward new wealth of new range but they just didn't stop with the blues.
00:04:31: The man has done so much for changing not so many lives.
00:04:39: In Interviews erzählte Cocker dann später, dass er in seinen frühen Tagen in den Pups von Sheffield nichts anderes wollte als so zu klingen wie Ray Charles.
00:04:47: Anscheinend mal hart zu Kavan war für ihn also kein strategischer Schachzug oder ein vorgeschriebener Schritt der Plattenfirma sondern eine zutiefst persönliche Verbeugung vor seinem Idol.
00:04:57: Ja interessanterweise hatten die beiden Giganten sich kurz zuvor bei den Aufnahmen persönlich kennengelernt.
00:05:08: Soul, um damals das vierzigjährige Jubiläum von Ray Charles zu feiern.
00:05:13: Sie sagen sogar ein Duett von You Are So Beautiful und The Charles war beeindruckt von Cockers rauer Energie und war grundsätzlich eben auch ein großer Fan von Cocker wie er in einem Interview mal verraten hat.
00:05:24: Er liebt dass Joe Cocker – wie ein guter Autor zwar Inspiration bei anderen Künstlern wie zum Beispiel bei ihm findet aber dennoch Hundertprozent authentisch er selbst bleibt und etwas ganz Eigenes daraus gemacht hat.
00:05:37: Jetzt kommt ein längerer O-Ton, aber achtet mal drauf was Ray Charles über Joe Cocker damals gesagt hat!
00:05:43: und er realisieren, dass es ein Gefühl ist.
00:05:48: Es gibt eine Unterschiede, wenn jemand versucht dich zu emulieren in einem wunderschönen Kopf.
00:05:55: Das ist das andere, als du die Person und sein Sohn hörst.
00:05:58: Was du wissen, was passiert ist, ist, dass der Person etwas gehört hat.
00:06:05: Er ist wie ein guter Wetter, der einen Heming-Wafe riecht,
00:06:12: z.B.,
00:06:12: er ist nicht nur Heming, sondern er nimmt von ihm die gute Sache, die er für ihn selbst kann.
00:06:18: Das ist, was ich denke.
00:06:19: Joe sieht das aus wie Joe Cocker.
00:06:21: Es gibt keinen Fehler über ihn.
00:06:25: Aber was passiert ist... Er hat einige Dinge gemacht, die er in den letzten Jahren von mir hat gehört und er sich selbst in es machten.
00:06:35: Ja, auch wenn sie nie explizit über die Feinheiten des Anscheinendem Hardcover sprachen wusste Cocker eben dass er den Segen des Meisters hatte dessen Erbe er nun in die Rock-Arene der Achtziger trug und in die Jahrzehnte natürlich auch danach.
00:06:49: Wir gucken mal auf die Aufnahmen denn zum Album fanden diese im Frühjahr und Sommer nix in sieben Achtzig dann in den Bearsville Studios in New York statt.
00:06:58: Die alles entscheidende Frage war Joe zu diesem Zeitpunkt clean?
00:07:02: Die Antwort ist ja Aber es war natürlich ein harter Weg bis dahin.
00:07:05: Joe Cocker hatte den Wendepunkt so Mitte der Achtzigerjahre erreicht, er selbst sagt auch oft dass seine Frau Pam Baker ihn gerettet habe.
00:07:13: Ja sie stellte ihn natürlich vor die Wahl entweder der Alkohol oder eben Sie und Cocker entschied sich dann für sie und begann einen Entzug zum Zeitpunkt an Shane Mahart Sessions weil er seit etwa zwei bis drei Jahren trocken.
00:07:26: trotzdem war die Angst im Studio groß Weil niemand so genau wusste welche Auswirkungen das jetzt auf die Zeit im Studio dass er schwimme haben würde.
00:07:36: Er war schwer alkoholkrank, hat viel Bier mit auf der Bühne gehabt und
00:07:40: so weiter.
00:07:40: Hallettenweiseteil war ganz schlimm.
00:07:42: Ja schon stark!
00:07:44: Produzent Charlie Midnight, der hat später mal erzählt dass Joe Cocker im Studio eine völlig neue Disziplin an den Tag legte.
00:07:50: Er kam pünktlich er war total klar am Kopf, fokussiert, er liefert der Gesangsspuren ab die so gewaltig waren das die Musiker im Regieraum tatsächlich Gänsehaut bekam.
00:07:59: und der Song über den wir heute reden an Shane Mahart wurde ihn oder für ihn zur persönlichen Hymne seine eigenen Befreiung von der Sucht.
00:08:11: Wir
00:08:11: gucken uns nochmal das Original und das Cover an.
00:08:14: Also musikalisch ist Cockersversion ein Meisterwerk der achtziger Jahre-Produktion, ne?
00:08:19: Während Ray Charles den Song so eher so'n bisschen leichtfüßig und jessig interpretierte drückt Cockersversion den Hörer förmlich so an die Wand kann man schon sagen Der zwölfttagblues wird hier mit einem extrem druckvollen Schlagzeug kombiniert maschinartig wirkt und eben auch eine fette Rocknote mitbringt.
00:08:38: Der Text, der wird durch Kokos Performance dann zu einem einzigartigen kraftvollen Gesamtkunstwerk Wenn er singt I'm under your spell like a man in the trance Dann nimmt man ihm diese Trance absolut ab oder?
00:08:50: Das stimmt, das ist ein schainbar hart.
00:08:52: Das ist dann so voller Leidenschaft und Bitten, was einem da wirklich die Gänsehaut über den Rücken gejagt wird.
00:08:57: Er nimmt den Text und gibt eine so überzeugende Performance, dass man gar nicht alles kann als völlig gefesselt zu sein.
00:09:03: Und natürlich die Backgroundsängerin tun dann noch las übrige.
00:09:07: Sie erinnern ihn immer wieder an seine Gefangenschaft, an seine Vergangenheit Vor und zurück, also das Gute- und das Böse hin und her.
00:09:16: Und diese Dynamik zwischen dem rauen Hauptgesang und diesem glatten hohen Stimmen der Frauen, das erzeugt dann eben eine Spannung die das original eben so nicht hatte.
00:09:25: Und es ist die perfekte Darstellung kann man sagen eines Mannes, der innerlich zerrissen ist und weiß wie man vorher einen leichten Song in einem meisterhaften Rockhymne verwandelt.
00:09:35: Voll!
00:09:35: Sehr gut beschrieben finde ich nur nicht ganz genauso.
00:09:37: Ja, finde ich auf jeden Fall genauso.
00:09:39: Sehr gut beschrieben!
00:09:40: Wir gucken uns jetzt mal das Musikvideo an.
00:09:42: Denn den Einfluss des Musikvideos darf man für den Erfolg dieser Rockhöhende nicht unterschätzen.
00:09:46: David Fincher, der damals noch am Anfang seiner Karriere stand verpasste dem Song eine visuelle Identität die ihn eben massentauglich machte.
00:09:55: Fincher wollte weg von den bunten schrillen achziger Videos.
00:09:58: dies damals ja... Wie Sand am Meer gab, sage ich jetzt mal.
00:10:02: Er setzte auf Hochkontrast schwarz-weiß und die Idee war Kocker so als eine Art Filmnoirfigur zu inszenieren also wie in einem französischen Kunstfilm.
00:10:12: Ja und die Ketten, die im Video auftauchen.
00:10:14: Und die harten Schattenwürfe, die verstärken das Thema dieser emotionalen Gefangenschaft von der wir auch eben gesprochen haben.
00:10:21: und Fincher also der Regisseur erkannte dass Kokas Mimik und seine unkontrollierten Handbewegungen seine größte Stärke waren und sie wirkten dem Video ja wie so ein bisschen der physische Ausdruck der Ketten die er eben zu sprengen versuchte.
00:10:34: Das Video Riesenerfolg damals lief auf MTV in Heavy Rotation und sorgte dafür bei der jungen Generation irgendwie so ein bisschen als Coolgeld.
00:10:44: Ja, also man kann sagen Anshain Mahat ist weit mehr als nur ein erfolgreiches Cover.
00:10:50: Es ist die Geschichte von zwei Männern, die ihre Ketten sprengten, also Bobby Sharp, denn nach Jahrzehnten endlich die Anerkennung und das Geld eben für seinen Geniebe kam.
00:10:59: Und Joe Cocker, der bewies, dass man aus dem tiefsten Sumpf der Sucht zurückkehren kann ohne seine Seele zu verlieren oder?
00:11:06: Absolut.
00:11:06: und das Song war der letzte große Wendepunkt in der Karriere von Joe Cocker.
00:11:11: Und es festigte dann auch seinen Status als einer, der ganz großen die Soul- und Rock miteinander verbinden konnten.
00:11:18: Wenn ihr den Song das nächste Mal hört, dann achtet man auf diesen Freie Mendea für den Joe Cocky ja auch Weltberühmtes im Boots Talkschrei – den kennen wir ja auch!
00:11:26: Das ist der Sound eines Mannes, der endlich keine Ketten mehr trägt.
00:11:30: Ende gut alles gut.
00:11:32: Die größten Rock Songs, Stories zu den Hymnen.
00:11:37: Ihr wollt mehr davon?
00:11:38: Bekommt ihr jederzeit
00:11:40: in der
00:11:40: MyBob App und überall wo
00:11:42: es Podcasts gibt!
00:11:43: Und die geballte Ladung an
00:11:45: Rock Songs gibt's nonstop in den
00:11:48: über-sechzig
00:11:49: Rockstreams In der App und auf radiobob.de.
00:11:53: Radio Bob Deutschlands Rock Radio.